Webinar | Neurocast: "Apparative Therapien der Parkinson-Krankheit"
Mittwoch , 18.02.2026, 17:00
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Moderation Herr François Alesch Prof. Dr. François Alesch ist Universitätsdozent für stereotaktische und funktionelle Neurochirurgie an der Medizinischen Universität Wien. Seine Schwerpunkte sind die neurochirurgische Behandlungen von Bewegungsstörungen und Schmerz.
Programm 17:00 – 17:45 Uhr Apparative Therapien der Parkinson-Krankheit Herr Jörg Müller Prof. Dr. Jörg Müller ist Direktor der Klinik für Neurologie am Vivantes Klinikum Spandau, einem akademischen Lehrkrankenhaus der Charité, und seit 2018 zudem Ärztlicher Direktor des Hauses. Seine medizinische Ausbildung umfasst eine neurochirurgische Weiterbildung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie eine neurologische Facharztausbildung an der Medizinischen Universität Innsbruck, wo er 2003 habilitierte und bis 2008 als Oberarzt tätig war. Seit 2008 leitet er die neurologische Klinik in Spandau. Sein klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf Bewegungsstörungen, insbesondere der Parkinson-Krankheit, sowie auf der Botulinumtoxin-Therapie. Prof. Müller ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler neurologischer Fachgesellschaften und Autor von mehr als 100 internationalen, peer-reviewten Publikationen, darunter Arbeiten in NEJM, The Lancet, Brain und Neurology.
Vortragsinhalt und -ziele Die Parkinson-Krankheit ist eine chronisch-progrediente neurodegenerative Erkrankung, gekennzeichnet durch den Verlust dopaminerger Neurone in der Substantia nigra. Klinisch manifestiert sie sich durch Bradykinese, Rigor, Tremor sowie vielfältige nicht-motorische Symptome. Im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf stoßen orale dopaminerge Therapien häufig an ihre Grenzen, da motorische Fluktuationen und Dyskinesien zunehmen. In diesem Stadium haben sich gerätegestützte Therapien als zentrale Behandlungsoptionen etabliert. Dazu zählen insbesondere die Tiefe Hirnstimulation (THS) sowie kontinuierliche Levodopa-Applikationssysteme wie Duodopa und Produodopa. Die THS ist ein neurochirurgisches Verfahren, bei dem Elektroden – meist im Nucleus subthalamicus – implantiert werden, um motorische Symptome zu reduzieren und Fluktuationen zu glätten. Sie ermöglicht häufig eine Reduktion der medikamentösen Therapie, erfordert jedoch eine sorgfältige Patientenselektion. Alternativ verfolgen Duodopa und Produodopa das Prinzip der kontinuierlichen dopaminergen Stimulation durch eine gleichmäßige Levodopa-Zufuhr. Während Duodopa über eine perkutane endoskopische Gastrostomie direkt in den Dünndarm appliziert wird, stellt Produodopa eine neuere, subkutane und weniger invasive Infusionstherapie dar. Beide Verfahren zielen auf eine Reduktion von Off-Phasen und Dyskinesien ab und eignen sich insbesondere für Patientinnen und Patienten, bei denen eine operative Therapie nicht möglich oder nicht gewünscht ist. Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über die Pathophysiologie der Parkinson-Krankheit und stellt anschließend die apparativen Therapieoptionen mit ihren jeweiligen Indikationen und Besonderheiten vor.
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Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenlos.
Für die Veranstaltung werden 1 Fortbildungspunkte aus dem Fach Neurologie im
Rahmen der Diplomfortbildung der ÖÄK anerkannt.
Hinweis: Fach-Fortbildung, die für die Berufsausübung sinnvoll ist, kann
angerechnet werden, auch wenn sie aus fachfremden Themenbereichen ist.