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Die Medizinische Fakultät der Universität Wien im Mittelalter, Gesellschaft der Ärzte

Univ.-Prof. Dr. Helmut Sinzinger
Ärztlicher Leiter des Institutes ATHOS
Ich habe Frau Elisabeth Tuisl am Pharmakologischen Institut als Medizinisch Technische Assistentin und enge Mitarbeiterin des damaligen Ordinarius und Dekans Univ.Prof.DDr. Otto Kraupp kennengelernt. Als ich im Rahmen einer Kommissionssitzung einmal einen negativen Kommentar über die Wiener Klinische Wochenschrift verlor, hat Prof. Kraupp, der damals gemeinsam mit Univ.Prof.Dr. Erwin Deutsch die Zeitschrift herausgab mit dem Kommentar „mach´s besser“ reagiert und mich zunächst als Mitarbeiter, später als Mitglied des Editorial Boards und in der Folge als Mitherausgeber involviert. Frau Tuisl hat für Prof. Kraupp damals die redaktionelle Arbeit geleistet. Schon zu diesem Zeitpunkt fiel mir ihre Exaktheit, Prägnanz, Kompetenz und Effizienz auf, die Zusammenarbeit mit ihr war stets exzellent, kritisch lehrreich und doch angenehm, und für einen Mediziner enorm zeitsparend. Ich habe auch gewusst, dass sie nach ihrer Pensionierung Geschichte studierte, aber keine Details. Erst später wurde mir bewusst, dass sie sich im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der geschichtlichen Aufarbeitung der „Medizinischen Fakultät im Mittelalter“ beschäftigte. Nachdem ich als Gutachter in die Beurteilung involviert wurde, ist mir  klar geworden, dass diese mir bekannte Genauigkeit auch in dieser ihrer Arbeit vorzufinden ist, weshalb mir eigentlich sofort die Idee gekommen ist, diese Veröffentlichung einerseits online zu stellen, andererseits den geschichtliche Aspekt der Gesellschaft der Ärzte, vor allem auch in Anbetracht zum nahen 180-Jährigen Bestehen, den Mitgliedern und Interessierten zur Kenntnis zu bringen. Nach einer Übereinkunft von der Gesellschaft der Ärzte mit der Verlagsgruppe Vandenhoeck & Ruprecht ist dies nun möglich geworden.

Univ.-Doz. Dr. Johannes Seidl
Archiv der Universität Wien/Institut für Geschichte der Universität Graz
Da Frau Mag. Tuisl durch ihre jahrzehntelange Tätigkeit als MTA am Pharmakologischen Institut der Universität Wien, über durchaus profunde medizinische Kenntnisse verfügte, war sie, als sie ihr Geschichtsstudium an der Universität Wien begann, für ein medizinhistorisches Thema geradezu prädestiniert. Nach umfangreichen Studien zur mittelalterlichen Geschichte Österreichs und insbesondere der Alma Mater Rudolphina lag die Abfassung einer Magisterarbeit über die Medizinische Fakultät in mittelalterlicher Zeit nahe. Eine solche legte Tuisl unter der Obhut von emer. o. Prof. Winfried Stelzer 2008 mit überzeugendem Erfolg vor. In den Folgejahren bis 2014 reicherte die Autorin die Grundlagen ihrer Darstellung durch überaus zahlreiche biographische Details zu den Wiener Universitätsprofessoren des 14. bis 16. Jahrhunderts an. Das Archiv der Universität Wien nahm die Studie gerne in seine Schriftenreihe auf, worin sie als Band 19 im November 2014 im Druck erschien. Als Mitbetreuer von Tuisls Werk kann ich die auf absoluter Quellentreue basierenden Ergebnisse zur Entwicklung der Medizinischen Fakultät und ihrer führenden Vertreter nicht hoch genug einschätzen. Endlich verfügt die ehemalige Medizinische Fakultät der Universität Wien über ein profundes und den Anforderungen einer modernen historischen Publikation vollauf gerecht werdendes Werk.

Mag. Elisabeth Tuisl
Historikerin und Autorin
Am 2. Juni 2015 hatte ich die Ehre, mein Buch „Die Medizinische Fakultät der Universität Wien im Mittelalter“ Ihren Mitgliedern in einer Powerpoint-Präsentation vorzustellen.
Dem Buch liegt meine von Univ. Prof. em. Dr. Wilfried Stelzer (Institut für Geschichte) mit großer Akribie und wissenschaftlicher Genauigkeit betreute und 2008 approbierte Diplomarbeit zugrunde.
Das Buch gibt eine Gesamtschau der Medizinischen Fakultät im 1. Jahrhundert ihres Bestehens wieder, es beleuchtet das Medizinstudium, zeigt die Verbindungen zu anderen Universitäten auf und verweist vor allem auf das Bestreben der akademischen Mitglieder sich gegenüber den „Emperici“ und den Apothekern  aufgrund ihrer herzoglichen Privilegien im mittelalterlichen Wien durchzusetzen.
In einer prosopographischen Darstellung wird schließlich erstmals das Leben und Wirken der 150 in den Akten erwähnten Mediziner dargestellt und dies könnte die Grundlage für weitere wissenschaftliche Forschungen in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Universitäten bilden.
Es freut mich, daß die Gesellschaft der Ärzte beim Göttinger Verlag eine online-Version  meines Buches erreichen konnte und ich wünsche allen Lesern viel Vergnügen beim Lesen des zwar meist ernsten aber bisweilen auch amusanten Textes und dem Eintauchen in die  mittelalterliche Gedankenwelt...

Zum Buch: E. Tuisl, Die Medizinische Fakultät der Universität Wien im Mittelalter 
 

 

Zum Buch: E. Tuisl, Die Medizinische Fakultät der Universität Wien im Mittelalter

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